Veranstaltungen


AntiRass-Events


Für alle Veranstaltungen gilt: gemäß Paragraph 6 Versammlungsgesetz sind Anhänger oder Vertreter rechter Parteien, Gruppen oder Kameradschaften sowie StörerInnen von der Veranstaltung ausgeschlossen.
Die Veranstaltungen richten sich an Studierende der Universität Trier.


Kritische Kaffeefahrt zur Kriegsgräberstätte Bitburg-Kolmeshöhe

Exkursion | Samstag, 12. Mai 2018, 12 Uhr | Trier, Hauptbahnhof | mit Klara Steinmetz und Max Gerlach

30 Kilometer von Trier entfernt liegen Wehrmachtssoldaten und SS-Angehörige begraben. Hier gedachten Bundeskanzler Helmut Kohl und US-Präsident Ronald Reagan 1985 der amerikanischen und deutschen Gefallenen; drei Tage vorher hatten sie am Konzentrationslager in Bergen-Belsen Kränze niedergelegt.

Klara Steinmetz und Max Gerlach vom Referat für Antirassismus und Antifaschismus leiten die öffentliche Exkursion nach Bitburg. Gemeinsam besichtigen wir die Kriegsgräberstätte, referieren die Bitburg-Kontroverse, die im Nachgang des gemeinsamen Besuchs der beiden Regierungschefs in Bitburg begann, und setzen diese in Bezug zur bundesdeutschen NS-Aufarbeitungspolitik.

Anmeldungen zur Kaffeefahrt bitte per E-Mail unter Angabe des Namens an: astaanti[at]uni-trier[punkt]de. Wir fahren gemeinsam mit dem Bus ab Trier Hbf. Die Strecke liegt im Geltungsbereich der TUNIKA. Vor Ort können Kosten für die individuelle Verpflegung (z. B. Kaffee und Kuchen) anfallen.

Abfahrt ist um 12.15 Uhr mit dem Bus 201 in Richtung ZOB Bitburg. Treffpunkt ist um 12.00 Uhr am Eingang des Hauptbahnhofs.


Über den Widerspruch von Feminismus und Erziehung

Die Neuordnung der Geschlechterverhältnisse
Vortrag und Diskussion | Mittwoch, 16. Mai 2018, 18 Uhr | Universität Trier, N2 | mit Prof. Dr. Eva Borst

In den letzten Jahren wird Feminismus u.a. im Rahmen der Berufstätigkeit von Frauen (weniger Männer) diskutiert mit dem Ergebnis, dass der Anteil der Ganztagsbetreuung in einem erheblichen Umfang zugenommen hat. Betrachten wir Feminismus aber nicht nur im Rahmen finanzieller Selbständigkeit, sondern auch unter der Perspektive der Pädagogik, dann tritt hier ein Widerspruch zwischen dem Wohl der Mütter (und der wenigen Väter) und dem Wohl der Kinder in Erscheinung. Dieses Problem verschärft sich zusätzlich in einem Bildungssystem, das, in den kapitalistischen Markt integriert, die Bedingungen weder für die Mütter noch für die Kinder zu verbessern vermag, sondern im Gegenteil auf beider Anpassung und Verwertbarkeit aus ist (wovon auch Männer nicht ausgenommen sind!). Erst eine grundsätzliche Gleichberechtigung von Frauen und Männern im Produktions- und Reproduktionsbereich und einer an Marx orientierten Kritik der politischen Ökonomie vermag die Verhältnisse zu humanisieren.

Prof. Dr. Eva Borst ist Privatdozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.


Als Unku Edes Freundin war

Filmnacht #13
Filmnacht und Diskussion | Montag, 28. Mai 2018, 18.00 Uhr Einlass / 18.30 Uhr Beginn | Universität Trier, Studierendenhaus | mit Wolfgang Schmitt | in Kooperation mit dem Referat für Politische Bildung

Berlin Ende der zwanziger Jahre: Die Geschichte einer Freundschaft zwischen einem einheimischen Jungen und einem „Zigeunermädchen“, das mit einer Gruppe von Schaustellern auf dem Rummelplatz kommt. Der Film beruht auf Motiven des Kinderbuchs „Ede und Unku“ von Alex Wedding. Es gehörte zu den Werken, welche bei der Bücherverbrennung 1933 in Deutschland auf dem Index standen und vernichtet sowie verboten wurden. Im Buch werden die authentischen Erlebnisse von Erna Lauenburger beschrieben, welche die Autorin kannte. Sie wurde 1943 in Auschwitz ermordet.

Wolfgang Schmitt ist Germanist und u. a. bekannt durch seinen Youtube-Channel https://www.youtube.com/user/Filmanalyse.

Vor Ort gibt es vegane und vegetarische Pizza sowie Getränke zu erwerben.


Die israelische Demokratie und der Nahostkonflikt

Anmeldung per E-Mail erforderlich!
Tagesseminar | Samstag, 2. Juni 2018, 10-18 Uhr | Universität Trier, A8 | mit Ulrike Becker und Jörg Rensman | in Kooperation mit dem Referat für Politische Bildung

Die Situation im Nahen Osten ist immer wieder Anlass für heftige Kontroversen. Dabei sind Fakten- und Hintergrundwissen oft unzulänglich. Es ist wichtig, sich im Themenkomplex Israel und Nahostkonflikt gründlich auszukennen, um Zerrbildern und Vorurteilen entgegentreten zu können. Häufig wird der Staat Israel dabei an anderen Maßstäben gemessen als der Rest der internationalen Gemeinschaft. Historische Ereignisse und Quellen werden oftmals tendenziös dargestellt bzw. unterschlagen und Ressentiments weiter verbreitet.

Teilnahmebeitrag:
1€ pro Person
Verbindliche Anmeldung bis spätestens 27. Mai 2018 per E-Mail an: astaanti[at]uni-trier[punkt]de

Der Fokus dieses vom Mideast Freedom Forum Berlin entwickelten und vom Bundesfamilienministerium geförderten Seminars liegt darauf, Israel als demokratischen Staat vorzustellen und die Geschichte des Zionismus näher kennenzulernen. In diesem Kontext wird auf den Konflikt mit der palästinensischen Führung und den arabischen Staaten eingegangen und dessen wichtigste Stationen (Unabhängigkeitskrieg, Sechstagekrieg, Friedensschluss mit Ägypten, Osloer Friedensprozess etc.) beleuchtet. Ziel des Seminars ist es, eine politische Analyse auf Faktenbasis zu erarbeiten, um die gängigen medialen und politischen Urteile zu Israel und zum Nahostkonflikt zu reflektieren. MultiplikatorInnen, Interessierte und LehrerInnen sollen eine Sicherheit im Thema erlangen, die ihnen hilft, in ihrem Unterricht sowie im gesellschaftlichen Umfeld über den Nahostkonflikt adäquat zu kommunizieren.

Seminarplan
Station I: Die israelische Demokratie in der Praxis: Gewaltenteilung, Grundrechte und Pressefreiheit
Station II: Israel und Palästina – Zur wechselvollen Geschichte des Nahen Ostens bis zur Gründung des jüdischen Staates
Station III: 1948 und die Folgen – Die Gründung Israels als jüdischer Nationalstaat
Station IV: Vom Sechstagekrieg bis heute / Die palästinensischen Akteure PLO und Hamas
Station V: Versuche einer Zweistaatenlösung zwischen Israelis und Palästinensern

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms: Demokratie leben!


Thesen am Tresen #3: Referat für Politische Bildung

monatliche Kneipe an jedem zweiten Freitag in den Vorlesungsmonaten
Vorstellung und Kneipe | Freitag, 8. Juni 2018, 19 Uhr | Komplex – Infoladen Trier (Hornstraße 7) | in Kooperation mit: Barnausen, Evolutionäre Humanisten Trier, Referat für Politische Bildung, Falken Stadtverband Trier, Rosa Salon

Bei den Thesen am Tresen stellen sich linkspolitische und humanistische Gruppen vor und geben einen kurzen Einblick in ihre Arbeit. Um 19.15 Uhr folgt jeweils ein kurzer Input in Form einer Gruppenselbstdarstellung (ca. 30 Minuten), anschließend Kneipe. Für Getränke sorgen die gastgebenden Locations, das sind wechselnd der Komplex – Infoladen Trier und der Kulturverein villaWuller.

Dieses Mal stellen sich das Referat für Politische Bildung im AStA der Universität Trier vor.


Kritische Kaffeefahrt zu historischen Erinnerungsorten in Luxemburg-Stadt

Exkursion | Samstag, 16. Juni 2018, 12.15 Uhr | Trier, Hauptbahnhof | mit Maria Schulz und Niklas Wünsch

Am 10. Mai 1940 überfiel die deutsche Wehrmacht neben den Niederlanden und Belgien auch das Großherzogtum Luxemburg. In Verbindung mit dem Zweiten Weltkrieg lassen sich mehrere historische Orte in Luxemburg-Stadt erkunden.

Maria Schulz und Niklas Wünsch vom Referat für Antirassismus und Antifaschismus leiten die Exkursion nach Luxemburg. Die historische Wanderung führt zu zwölf wichtigen Erinnerungsorten. Höhepunkte der Tour sind das Rathaus, die Place d’Armes, das großherzogliche Schloß sowie die Kathedrale. Mehrere Denkmäler stehen ebenfalls im Blickfeld der Stadttour: die Statue der Großherzogin Charlotte am Place Clairefontaine, das Denkmal zur Erinnerung an den nationalen Zusammenhalt auf dem sogenannten „Kanounenhiwwel“ und das „Monument du Souvenir“ am Place de la Constitution, dem ersten Markstein in Erinnerung an die „Liberation Route“.
Die Tour führt weiter zum ehemaligen Sitz der Gestapo (Villa Pauly), zum Märtyrer-Platz und schließlich zum ehemaligen Standort der Synagoge, die 1943 von den Nationalsozialisten zerstört wurde.

Anmeldungen zur Kaffeefahrt bitte per E-Mail unter Angabe des Namens an: astaanti[at]uni-trier[punkt]de. Wir fahren gemeinsam mit dem Zug nach Luxemburg. Die Reise liegt im Geltungsbereich der „mKaart“. Unter www.mobiliteit.lu kann die Studentenabokarte kostenlos bestellt werden. Vor Ort können Kosten für die individuelle Verpflegung (z. B. Kaffee und Kuchen) anfallen.

Abfahrt ist um 12.37 Uhr mit dem Zug nach Luxemburg. Treffpunkt ist um 12.15 Uhr am Eingang des Hauptbahnhofs.


„Dir sid net vergiess“

Filmvorführung und Diskussion | Mittwoch, 20. Juni 2018, 18 Uhr | Universität Trier, Studierendenhaus | mit Julian Weinert und Georg Mertes | in Kooperation mit dem Arbeitskreis „Erinnerung der Großregion“ und den Evolutionären Humanisten Trier

Abseits der Ortschaft von Hinzert befand sich während der Nazi-Diktatur ein Konzentrationslager, in dem es auch zu Massenexekutionen kam. Der Dokumentarfilm „Dir sid nët vergiess!“ begleitet eine luxemburgische Schülergruppe während einer Besichtigung der heutigen Gedenkstätte. Wie begegnen die Jugendlichen dem Gräuel der Vergangenheit? Welche Lehren ziehen sie aus der Geschichte? In die Begleitung werden Interviews mit Historikern und Zeitzeugen, darunter einer der letzten Überlebenden des KZ Hinzert, eingebettet.

Julian Weinert absolvierte den Master-Studiengang „Zeitbasierte Medien“ mit den Schwerpunkten „Film“ und „Medienkunst“ an der Hochschule Mainz. „Dir sid nët vergiess!“ ist sein Langfilm-Debüt.
Georg Mertes ist Mitarbeiter des Fördervereins der Gedenkstätte KZ Hinzert. Der Förderverein bietet private und öffentliche Führungen, Vorträge zu Themen der Gedenkarbeit sowie Lesungen von Zeitzeugentexten an.


Die Sehnsucht nach dem kollektiven Wir

Der neue deutsche Fußballpatriotismus aus sozialpsychologischer Perspektive
Vortrag und Diskussion | Montag, 25. Juni 2018, 18 Uhr | Universität Trier, P3 | mit Dr. Dagmar Schediwy

Der mit der WM 2006 in der BRD aufflammende Fußballpatriotismus wird oft als ein Ereignis der Eventkultur beschrieben, das frei von nationalen Identifikationen ist. Vielmehr wird das Zurschaustellen von Nationalgefühl als postmoderne Haltung begriffen, die sich in einem ironischen und spielerischen Umgang mit nationalen Symbolen ausdrückt. Statt um Nationalismus gehe es um Party, wobei deren Anlass und Inhalt so beliebig wie austauschbar sei. Dieser Interpretation werden im Vortrag Interviews mit über 200 Fanmeilenbesucher*innen gegenübergestellt, die während dreier Fußballgroßevents erhoben wurden. Es wird gefragt, was die Attraktivität des sogenannten „Partypatriotismus“ ausmacht und welche Auswirkungen dieser auf Politik und Gesellschaft hat.

Dr. Dagmar Schediwy studierte Sozialpädagogik, Psychologie und Religionswissenschaft. Bereits seit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 beschäftigt sie sich mit dem Phänomen des neuen deutschen „Fußballpatriotismus“. Einem größeren Publikum bekannt wurde sie 2012 mit einer Arbeit, in der sie über 200 Interviews mit Deutschland-Fans auf Fanmeilen auswertete: „Ganz entspannt in Schwarz-Rot-Gold? Der neue deutsche Fußballpatriotismus aus sozialpsychologischer Perspektive“. Sie war in der psychologischen Einzelfallhilfe, Behindertenberatung, Suchtarbeit sowie als freie Journalistin tätig. (http://www.theeuropean.de/dagmar-schediwy/8935-fussballpatriotismus-und-nationale-identifikation)


Nationalsozialistische Täterschaften

Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie
Vortrag und Diskussion | Dienstag, 26. Juni 2018, 18 Uhr | Universität Trier, C22 | mit Dr. Oliver von Wrochem

Der Vortrag thematisiert, ausgehend von der Publikation „Nationalsozialistische Täterschaften. Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie“ (2016), das zwiespältige Verhältnis von gesellschaftlicher Erinnerungskultur und Familiengeschichten in Deutschland. Die Folgen nationalsozialistischer Täterschaften für die Nachkommen von Täter*nnen und von Verfolgten werden anhand einzelner Biographien von Menschen verdeutlicht, die sich mit nationalsozialistischer Täterschaften und Verfolgungserfahrungen in der eigenen Familie auseinandergesetzt haben. Vorgestellt werden Recherche- und Gesprächsangebote für Nachkommen von NS-Verfolgten und von NS-Tätern, in denen die Auswirkungen der NS-Verbrechen auf das eigene Leben zur Sprache kommen. Zudem wird aufgezeigt, weshalb es vor den vielfältigen Erfahrungshintergründen von Menschen in der deutschen Migrationsgesellschaft eines transnationalen Blicks auf Nationalsozialismus und Zweiten Weltkrieg bedarf, der die Erfahrungen und Perspektiven von in Deutschland lebenden Menschen aus den ehemals deutsch besetzten Ländern Europas und Menschen aus ehemals kolonisierten Gebieten ebenso einbezieht wie die globalen Dimensionen der deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg, deren Folgen bis heute weltweit nachwirken.

Dr. Oliver von Wrochem, 1968 geboren, ist Leiter des Studienzentrums und stellvertretender Direktor der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.
Der Historiker veröffentlichte zu Themen der europäischen Erinnerungskultur und Geschichtspolitik, zu Gedenkstättenarbeit sowie zum Zweiten Weltkrieg.


Kritik der Gemeinwohlökonomie

Vortrag und Diskussion | Montag, 2. Juli 2018, 18 Uhr | Universität Trier, P3 | mit Lothar Galow-Bergemann

Seit den 1990er Jahren bezeichnet man als Gemeinwohlökonomie jene Konzepte und Wirtschaftsmodelle, die eine Orientierung der Wirtschaft am Gemeinwohl, Kooperation und Gemeinwesen in den Vordergrund stellen. Im Sommersemester 2017 kam Christian Felber, Gründungsmitglied von Attac Österreich und Gemeinwohlökonomie Vertreter, sogar an die Universität Trier, um sein Modell des besseren Kapitalismus vorzustellen. Doch ein genauere und kritische Auseinandersetzung lohnt sich: Schon der Begriff des Gemeinwohls ist problematisch. Er ignoriert gesellschaftliche Interessengegensätze und Widersprüche, bildet sich eine alles übergreifende große Gemeinschaft ein und hat eine offene Flanke zur „Volksgemeinschaft“.

Lothar Galow-Bergemann, geb. 1953, lebt in Stuttgart und hat zwei Kinder. Lothar arbeitet als Krankenpflegehelfer und ist seit 1968 in sozialen Bewegungen und linken Zusammenhängen engagiert. Darüber hinaus ist er Gewerkschafter und Personalrat in einem Klinikum.


Zum Verhältnis von Linker und Islam

Vortrag und Diskussion | Mittwoch, 11. Juli 2018, 18 Uhr | Universität Trier, N2 | mit Samuel Schirmbeck

Religionskritik gehörte ebenso wie Antirassismus mal zum linken Spektrum – doch für manche scheint sich das geändert zu haben. Allzu oft wird Kritik am Islam als Fremdenhass bezeichnet und als Kritik an den Muslimen selbst verstanden. Eine kritische Auseinandersetzung mit der größtenteils sehr konservativen Auslegung des Korans und seiner politischen Instrumentalisierung ist allerdings nach wie vor unabdinglich. Dafür plädiert auch Samuel Schirmbeck und kritisiert die Haltung der Linken.

Samuel Schirmbeck ist ein deutscher Autor und Filmemacher. Er studierte Politikwissenschaften und Soziologie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt. Von 1991 bis 2001 war er als Korrespondent der ARD in Algerien tätig und erhielt dort Drohungen von Islamisten. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitet er als freier Mitarbeiter beim Hessischen Rundfunk und für das ZDF.


Gedenkstättenfahrt ins ehemalige Konzentrationslager Hinzert

Anmeldung per E-Mail erforderlich!
Vorbereitungsveranstaltung und Fahrt | Mittwoch, 11. Juli 2018, 18 Uhr (B13) und Donnerstag, 12. Juli 2018, 11 Uhr (C-Parkplatz) | mit Georg Mertes (Gedenkstätte KZ Hinzert) und Dr. Thomas Grotum (FB III – Neuere und Neueste Geschichte)
Besichtigt mit dem Referat für Antirassismus und Antifaschismus, Georg Mertes und Dr. Thomas Grotum das SS-Sonderlager in Hinzert; ein wichtiges Stück Zeitgeschichte im Trierer Umland.

Ursprünglich als „Umerziehungslager“ der Nationalsozialisten konzipiert wandelte sich das 1939 eingerichtete Lager schon bald zu einem Umverteilungs-/Arbeitserziehungslager, in dem bis zu 1200 Menschen gleichzeitig inhaftiert gewesen waren. Obwohl das Lager nicht zur Vernichtung von tatsächlichen oder vermeintlichen Regimegegnern angelegt worden war, führten die Lagerbedingungen trotzdem zu zahlreichen Todesfällen unter den inhaftierten Oppositionellen, Kritikern und Widerstandskämpfern, vornehmlich luxemburgischer sowie französischer Herkunft.

Zusammen mit den beiden Experten möchten wir an zwei Tagen die Geschichte des Lagers in Hinzert anschaulich machen und laden zur eingehenden Reflexion ein.

Ablauf:
1. Vorbesprechung am 11. Juli, 18 Uhr, B13.
2. Fahrt in das ehemalige KZ Hinzert am 12. Juli, Abfahrt: 11 Uhr Universitätsparkplatz C mit einem Bus.
3. Führung mit Georg Mertes und Dr. Thomas Grotum, ca. 12-14.30 Uhr.
5. Gemeinsame Reflexion: ca. 15 Uhr.
4. Rückfahrt: ca. 16 Uhr.

Teilnahmebeitrag: 1€ pro Person. Busfahrt und Lunchpakete werden von uns organisiert.

Verbindliche Anmeldungen bis spätestens 4. Juli 2018 per E-Mail an: astaanti[at]uni-trier[punkt]de.
Eine kurze Nachricht mit Vor- und Zuname des/der TeilnehmerIn reicht dabei vollkommen. Bitte beachtet, dass sowohl die Vorbesprechung als auch die anschließende Reflexion Teil des Programms sind! Die Plätze sind begrenzt.


Thesen am Tresen #4: Referat für Antirassismus und Antifaschismus

monatliche Kneipe an jedem zweiten Freitag in den Vorlesungsmonaten
Vorstellung und Kneipe | Freitag, 13. Juli 2018, 19 Uhr | Kulturverein villaWuller (Ausoniusstraße 2) | in Kooperation mit: Barnausen, Evolutionäre Humanisten Trier, Referat für Politische Bildung, Falken Stadtverband Trier, Rosa Salon

Bei den Thesen am Tresen stellen sich linkspolitische und humanistische Gruppen vor und geben einen kurzen Einblick in ihre Arbeit. Um 19.15 Uhr folgt jeweils ein kurzer Input in Form einer Gruppenselbstdarstellung (ca. 30 Minuten), anschließend Kneipe. Für Getränke sorgen die gastgebenden Locations, das sind wechselnd der Komplex – Infoladen Trier und der Kulturverein villaWuller.

Dieses Mal stellt sich das Referat für Antirassismus und Antifaschismus im AStA der Universität Trier vor.
Wir geben einen kurzen Einblick in unsere 25-jährige Geschichte und widmen uns in diesem Zusammenhang auch einem Evergreen aus unserer Geschichte: der Extremismustheorie.


Die theoretischen Grundlagen des Rechts- und Linkspopulismus

Workshop | Donnerstag, 8. November 2018, 11-18 Uhr | ESG Trier, 1. OG (Im Treff 19, Trier) | mit PD Dr. Ingo Elbe

Seminarinhalte:
1) Was ist Populismus? Allgemeine Kriterien 2) Demokratie von rechts? Carl Schmitt als Vordenker des Rechtspopulismus 3) Gibt es einen Linkspopulismus? Die politische Theorie von Chantal Mouffe und Ernesto Laclau 4) Autoritärer Charakter und populistische Agitation. Erklärung und Kritik populistischer Ideologien in der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule

Populistische Bewegungen sind weltweit auf dem Vormarsch. Gegen ‚die korrupten Eliten‘ wird an den ‚wahren Volkswillen‘ appelliert, der nicht durch formale Wahlverfahren ermittelt wird und dessen Inhalt die populistischen Führerinnen und Führer letztlich eigenmächtig und autoritär festlegen. Das Seminar gibt einen Überblick über prominente Theorien des Rechtspopulismus und ihrer linkspopulistischen Gegenspieler. Im Zentrum stehen dabei die Fragen, welche antiparlamentarischen und antidemokratischen Elemente rechtspopulistische Anrufungen des Volkes transportieren, welche Strategien rechtspopulistische Agitatoren verwenden und wie der Aufstieg des Rechtspopulismus überhaupt zu erklären ist. Dabei wird zunächst der Beitrag von Carl Schmitt, dem Vordenker des Rechtspopulismus und einer faschistischen Artikulation des Demokratiebegriffs, untersucht. Auf dieser Grundlage werden die ProtagonistInnen des aktuellen Linkspopulismus, Chantal Mouffe und Ernesto Laclau, vorgestellt, deren Begriff des Politischen und ‚postmarxistische‘ Theorie des Populismus von Bewegungen wie Syriza oder Podemos aufgegriffen wurden. Es wird die Frage gestellt, in welchem Verhältnis diese linkspopulistischen Theorien zum Rechtspopulismus stehen und ob sie eine brauchbare Alternative zu diesem darstellen. Insbesondere das Phänomen einer an Laclau und Mouffe anknüpfenden ideologischen Querfront, einer „productive convergence of the far Right and the far Left“, wie es eine amerikanische Philosophin mit begeisterter Zustimmung ausdrückt, soll kritisch thematisiert werden. Schließlich wird mit Rekurs auf die Theorie des autoritären Charakters von Erich Fromm und Theodor W. Adorno sowie Leo Löwenthals Analyse faschistischer Agitatoren ein weiterer Erklärungsansatz für rechtspopulistische Ideologien, Bewegungen und Strategien vorgestellt, der jeden Populismus als antiemanzipatorisch kritisiert.

Dr. Ingo Elbe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg. Letzte Publikationen zum Thema: Paradigmen anonymer Herrschaft. Politische Philosophie von Hobbes bis Arendt. Würzburg 2015; Rezension zu Jan-Werner Müller: Was ist Populismus? Ein Essay. http://www.rote-ruhr-uni.com/cms/Jan-Werner-Muller-Was-ist.html; „Politische Macht, Faschismus und Ideologie. Ernesto Laclaus Auseinandersetzung mit Nicos Poulantzas“. In: A. Hetzel (Hg.): Radikale Demokratie. Zum Staatsverständnis von Chantal Mouffe und Ernesto Laclau. Baden-Baden 2017


Thesen am Tresen #5: Falken Stadtverband Trier

monatliche Kneipe an jedem zweiten Freitag in den Vorlesungsmonaten
Vorstellung und Kneipe | Freitag, 9. November 2018, 19 Uhr | Komplex – Infoladen Trier (Hornstraße 7) | in Kooperation mit: Barnausen, Evolutionäre Humanisten Trier, Referat für Politische Bildung, Falken Stadtverband Trier, Rosa Salon

Bei den Thesen am Tresen stellen sich linkspolitische und humanistische Gruppen vor und geben einen kurzen Einblick in ihre Arbeit. Um 19.15 Uhr folgt jeweils ein kurzer Input in Form einer Gruppenselbstdarstellung (ca. 30 Minuten), anschließend Kneipe. Für Getränke sorgen die gastgebenden Locations, das sind wechselnd der Komplex – Infoladen Trier und der Kulturverein villaWuller.

Dieses Mal stellen sich die Falken Stadtverband Trier vor.


Thesen am Tresen #6: Rosa Salon

monatliche Kneipe an jedem zweiten Freitag in den Vorlesungsmonaten
Vorstellung und Kneipe | Freitag, 14. Dezember 2018, 19 Uhr | Kulturverein villaWuller (Ausoniusstraße 2) | in Kooperation mit: Barnausen, Evolutionäre Humanisten Trier, Referat für Politische Bildung, Falken Stadtverband Trier, Rosa Salon

Bei den Thesen am Tresen stellen sich linkspolitische und humanistische Gruppen vor und geben einen kurzen Einblick in ihre Arbeit. Um 19.15 Uhr folgt jeweils ein kurzer Input in Form einer Gruppenselbstdarstellung (ca. 30 Minuten), anschließend Kneipe. Für Getränke sorgen die gastgebenden Locations, das sind wechselnd der Komplex – Infoladen Trier und der Kulturverein villaWuller.

Dieses Mal stellt sich der Rosa Salon vor.


American Psycho (Termin wird nachgeholt! Details folgen!)

Filmnacht #12
Filmnacht und Diskussion | Dienstag, 24. April 2018, 18.00 Uhr Einlass / 18.30 Uhr Beginn | Universität Trier, Studierendenhaus | mit Wolfgang Schmitt | in Kooperation mit dem Referat für Politische Bildung

Patrick Bateman arbeitet an der Wall Street in New York und ist ein wohlhabender, gepflegter und erfolgreicher junger Mann, der sich am Luxus der auslaufenden achtziger Jahre ergötzt. Nur eines unterscheidet ihn von all den anderen Yuppies: Seine zunehmende Lebensleere kompensiert er mit sadistischen Morden, bevorzugt an hübschen Frauen. Immer schwerer fällt Patrick die Unterscheidung zwischen Sein und Schein, nicht einmal von einem Detective läßt er sich aus der Ruhe bringen. Oder will er gar erwischt werden, als seine Amokläufe immer willkürlicher werden? Oder bildet er sich die blutigen Ausbrüche aus seinem exakt exekutierten Alltag nur ein?

Wolfgang Schmitt ist Germanist und u. a. bekannt durch seinen Youtube-Channel https://www.youtube.com/user/Filmanalyse.

Vor Ort gibt es vegane und vegetarische Pizza sowie Getränke zu erwerben.