Archiv

Im Folgenden findet ihr Tonmitschnitte und/oder Präsentationsfolien unserer Veranstaltungen.

Sommersemester 2016

Auf schwulen Dating-Plattformen tauchen seit einiger Zeit Qualitätsmerkmale wie ’straightacting‘ und ‚heterolike‘ in Selbstbeschreibungen oder Suchanzeigen auf. Gemeint ist damit ein besonders ‚unschwules‘ Verhalten, eine normale™ Männlichkeit in Abgrenzung zu den unnormalen, sich schwul verhaltenden ‚femmes‘ oder Tunten. Dieser Abgrenzung liegt ein in der gesellschaftlichen Struktur verankerter schwuler Selbsthass zu Grunde, den es zu erfassen gilt und der in seinen Facetten ausgeleuchtet werden soll. Ist es ’straightacting‘ wenn ich mir einfach ein normales™ Leben wünsche? Bin ich heterolike, weil ich meine*n Partner*in heiraten will? Was ist eigentlich das Problem daran, schwul zu sein? Kann man unschwul schwul sein? Wie verhält sich (schwule) Männlichkeit im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Norm und Sexualität? Diese Fragen werden auch im Hinblick auf die aktuelle Gender-Forschung beleuchtet.

Gender Inversion – die Hypothese aus sozialpsychologischer Sicht

von Dr. Dirk Kranz (2. Juni)

Lesben sind wie Männer!! Und Schwule wie Frauen (heterosexuelle Männer und Frauen, versteht sich). In diesem Vortrag geht es um empirische Forschung zur Wahrnehmung von Homosexuellen, genauer: um die „Gender Inversion Hypothesis“, der zufolge Homosexuelle in Persönlichkeit und Verhalten Heterosexuellen des anderen Geschlechts ähneln. Ist dieses Stereotyp – wenn es denn existiert – Ausdruck einer homophoben Einstellung?

Sommersemester 2015

was soll der ganze sprachquatsch? – ich weiß ja, dass ich alle meine!

von Profx. lann hornscheidt (22. Juli)

Professx lann hornscheidt erklärt in dieser Veranstaltung, warum der ganze Sprachquatsch doch Sinn macht, was es mit dem Pronomen x auf sich hat, warum x auf die Anrede als Professx besteht ,wie trans*diskriminierung in der Sprache funktioniert und wie sie zu vermeiden ist.
Das Referat für schwule, trans* und queere Identitäten lädt ein zu einem Vortrag mit anschließendem Raum für Diskussionen und Fragen von und mit lann hornscheidt, Professx für Gender Studies und Sprachanalyse am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien an der Humboldt Universität Berlin.

Regenbogenfamilien: Forschungsfelder und Befunde zu Kindern in gleichgeschlechtlichen Partner*innenschaften

von Dr. Christoph Niepel (18. Juni)

Der Vortrag gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu Kindern in gleichgeschlechtlichen Partner*innenschaften.
Neben vergleichenden Studien, die verschiedene Familienformen hinsichtlich des Kindeswohls untersucht haben, werden auch solche vorgestellt, die die Lebenswirklichkeiten von Regenbogenfamilien näher untersucht haben.
Weiterhin stellt Dr. Christoph Niepel aktuelle Befunde aus seiner eigenen Forschung zum Kinderwunsch von schwulen Männern dar.

Identitäten & sexuelle Orientierungen: Empirisch-psychologische Forschung nicht nur zum Coming Out

von Dr. Christoph Niepel (21. Mai)

Der Vortrag gibt einen einführenden Überblick zur empirischen Forschung und psychologischen Theorienbildung zur nichtheterosexuellen Identitätsentwicklung. Weiterhin werden vergangene und aktuelle Forschungsbemühungen zum Prozess des Coming Out als auch Fragen zur psychologischen Diagnostik eingehender beleuchtet.

Wintersemester 2014/15

Trans* – eine Einführung

von René_ Hornstein (17. November)

Welche grundlegenden Konzepte gilt es zu kennen, um ein Anfangsverständnis von transgeschlechtlichen Lebensentwürfen zu entwickeln? Was bedeuten die Wörter “trans*”, “cis”, “intersexuell” und warum ist “homosexuell” etwas ganz anderes als “transgeschlechtlich”? Wie kann ich respektvoll mit Trans*menschen reden und wie über sie?

Wie kann ich Trans*menschen unterstützen?

von René_ Hornstein (18. November)

Was kann ich tun, um Trans*menschen zu unterstützen? Was ist ein respektvoller Umgang mit Trans*personen und welche persönlichen und politischen Formen kann Trans*unterstützung annehmen? Welche Privilegien haben Menschen, die als das Geschlecht gelesen werden, das ihnen bereits bei der Geburt zugewiesen wurde? Wie kann eine Reflektion dieser sogenannten Cisprivilegien hilfreich bei der Unterstützung von Trans*menschen sein? Und was können politische Gruppen oder Bildungsinstitutionen tun, um ihren Anliegen zur Wahrnehmung zu verhelfen?

Störungen sexueller Präferenz – Eine Einführung

von Volker Axenkopf (27. November)

Fetische: Definition – Häufigkeit – Ursache, Diagnostik – Umgang – Behandlung

 

Sommersemester 2014: Männerbilder

Was macht einen Mann aus? Welchen Erwartungen sind Männer in unserer Gesellschaft ausgesetzt? Ist es möglich, mit diesen Rollen spielerisch umzugehen, ohne dabei Geschlechterdifferenzen ins Lächerliche zu ziehen? Diesen und weiteren Fragen möchten wir in unserer Veranstaltungsreihe auf den Grund gehen. Wir möchten Räume schaffen, in denen Geschlecht erfahrbar wird und eigene Grenzen erweitert werden können.

 

Tunten, Trans*en, Tingel-Tangel

von und mit Thea T(h)ralisch (8. Mai)

Kann eine Frau eine Tunte sein? Worin unterscheiden sich Travestie und Drag? Und ab wann wird Schaumweinkonsum politisch? Ein spannender Workshop zur Selbsterfahrung und Erkenntnis, wo Geschlechterrollen praktisch dekonstruierbar sind.

 

Queere Vorfeldorganisationen

von Yvonne Romes (22. Mai)

Queere Vorfeldorganisationen unterstützen ihre jeweiligen Parteien in vielfältigen Politikfeldern. Welcher Einfluss kommt ihnen dabei tatsächlich zu? Der Vortrag untersucht  die satzungsgemäßen und tatsächlichen Rechte querrer Vorfeldorganisationen und deren Auswirkungen auf die aktuelle Politik der jeweiligen Parteien.

 

Was macht ’nen Mann zum Mann?

Hegemoniale und progressive Männlichkeiten – von Muriel Aichberger (26. Juni)

Die Frage nach Männlichkeit und was sie ausmacht wird von vielen Disziplinen unterschiedlich beantwortet. Spätestens seit der 2. Frauenbewegung in den 80er Jahren allerdings, lässt sich mit Sicherheit sagen, ein Mann ist nicht mehr, was er einmal war.

 

Kulturgeschichte des Bartes

von Fabian Brinkmann (3. Juli)

Von Barbarossa bis Kaiser Wilhelm, von Abraham Lincoln bis Hitler – Der Bart als kulturhistorischer Ausdruck von Männlichkeit(en) soll hier in den Blick genommen werden.

 

 

Lookismus in der Schwulenszene

von Philipp Wilhelm (10. Juli)

Die schwule Szene ist oberflächlich? Anhand einer Umfrage und der daraus resultierenden Auswertung soll ein für alle Mal ein Klischee ausgeräumt oder
bestätigt werden. Dazu soll der Ursprung ergründet und das aktuelle Verhalten sowie die Entwicklung skizziert werden.

International Day Against Homo- and Transphobia

Rede unseres Referenten auf dem Kornmarkt (17. Mai)