Veranstaltungen und Termine

Veranstaltungen und Termine

 

Jeden Mittwoch, 12-13 Uhr Sprechstunde im Referat (Studihaus, Universitätsring 12b)

Wir bieten Beratung und Unterstützung bei Themen wie Sexismus, Stalking, sexualisierter Gewalt, geschlechterspezifischer Diskriminierung etc. und verweisen auch gerne auf weitere Unterstützungs- und Beratungsmöglichkeiten im Raum Trier. Außerdem könnt ihr in unserer Sprechstunde Bücher aus unserer Bibliothek ausleihen. Diese sind auch im Tricat zu finden und mit der Signatur 913= gekennzeichnet.

Die Sprechstunde findet regelmäßig nur während der Vorlesungszeit statt. In den Semesterferien könnt ihr gerne einen Termin mit uns per Email (astafrau@uni-trier.de) ausmachen.

 

Jeden Montag, 18 Uhr offenes Referatstreffen im Referat (Studihaus Empore rechts, Universität Campus 1)

Du möchtest gerne bei uns mitarbeiten? Du hast Ideen für eine Veranstaltung die du realisieren willst? Du willst das queerfeministische Frauenreferat einfach nur kennenlernen? Dann komm zu unserem offenen Referatstreffen um 20 Uhr im Referat (Studi.Haus, Empore rechts). Du hast Fragen? Kontaktiere uns über astafrau@uni-trier.de

In den Ferien finden unsere Treffen immer unterschiedlich statt. Falls du Interesse hast, schicke uns doch kurz eine Email und wir geben die das Datum und die Zeit für unser nächsten Treffen durch.

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1-mal im Monat, das queer-feministische Café (Studihaus, Empore)

Dieses Semester bieten wir wieder regelmäßig ein Café gemeinsam mit dem Referat für queere, trans* und schwule Identitäten an. Für Kaffeespezialitäten sorgt das Café Kunterbunt. Für Kuchen sorgen wir. Interessierte können gerne vorbeischauen und vielleicht findet sich das ein oder andere interessante Gespräch.

Jede_r, egal ob Lesbisch, Bisexuell, Schwul, Heterosexuell,  Transident, Transgender, Intersexuell oder Queer, ist herzlich dazu eingeladen.

Wir freuen uns über euren Besuch.

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Lesekreis des queerfeministischen Frauenreferates im Studihaus (Universitätsring 12b)

Wir lesen Texte von Klassikerinnen wir Simone de Beauvoir und aktuelle Artikel aus z.B. Zeitschriften wie der „Missy“. Ihr könnt auch gerne selbst Ideen einbringen und uns per Email schreiben. Die akuellen Termine fndet ihr im Veranstaltungskalender. Die Textausschnitte können von allen zu Beginn des Lesekreises vor Ort gelesen werden!
Wir freue uns auf euer Kommen.

Infos über den nächsten Lesekreis werden zeitnah veröffentlicht.

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Veranstaltung im Sommersemester:

„Junge, das ist Rape Culture!“

– in Kooperation mit dem Rosa Salon –

Rosa Salon 1

Wir laden herzlich ein zum Vortrag „Junge, das ist Rape Culture!“ mit Jana Klein am 9. Mai (Dienstag) um 18 Uhr (c.t.) in Raum C10 an der Uni Trier zu kommen.

Inhaltsbeschreibung:

„Der Fall Tugçe Albayrak, Julian Assange im Exil der equadorianischen Botschaft in London oder der entfesstelte Debattenmob nach der Kölner Silvesternacht: was diese medialen Ereignisse miteinander verbindet, ist die allgemeine Unfähigkeit im Öffentlichen wie im Privaten, sich dem Problem der sexuellen Gewalt wirklich angemessen, ethisch und politisch, zu stellen. Die vielfältigen Abwehrmechanismen, mit denen nicht bloß Männer auf die Konfrontation mit der Kultur sexueller Dominanz reagieren, sind nicht nur eine alltägliche Herausforderung für antisexistische Bemühungen, sondern stellen mit der hinter ihnen steckenden Psychologie auch Schnittstellen dar, anhand derer die tiefe Verwobenheit der Geschlechterhierarchie mit anderen Feldern des Ideologischen nachempfunden werden kann. Als Ideologien stellen sie banalerweise sicher, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse bleiben wie sie sind. Die ihnen anhängenden kulturellen Formationen jedoch sorgen täglich dafür, dass das Leben für viele Menschen mal mehr, mal weniger stark mit der Hölle auf Erden bedroht bleibt. Geschlecht, Rassismus oder Antisemitismus sind daher immer auch sexuell.

Im Vortrag soll anhand einiger jüngerer Beispiele dieser Zusammenhang näher beleuchtet und gezeigt werden, dass das Schlagwort „Rape Culture“ zu mehr taugt als zur Klage darüber, dass in Fällen sexueller Gewalt meist den Betroffenen die (Mit)Schuld gegeben wird. Wenn die Deutschen nach Köln ihre eigenen sexuellen Unzustände (noch mehr) auf maghrebinische Männer projizieren und die Gefahr der Konsequenzen für weiße Nahfeldtäter damit faktisch verringern, ist das nur ein Beispiel dafür, wie die intersektionale Intervention in den White Feminism sehr wohl gesellschaftliche Strukturen aufzudecken imstande ist, die sich ihrem Wesen nach tendenziell der Erkenntnis entziehen. Ohne dann bei Oberflächlichkeiten wie „Diskriminierung“ oder „Macht“ stehen bleiben zu müssen, kann verstanden werden, dass die Hartnäckigkeit des Sexismus auf einen gesellschaftlichen Ist-Zustand verweist, der ohne Geschlechterhierarchie in seiner Gänze undenkbar würde.“

Referentin:

Jana Klein ist Journalistin und beschäftigte sich u.A. in der Jungle World mit der medialen Aufarbeitung des Falls Tugçe Albayrak und der Debatte nach der Kölner Silvesternacht.

Die Veranstaltung wird finanziert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung RLP.

 

„Männlichkeit in der Krise?“

– in Kooperation mit dem Rosa Salon –

Rosa Salon 2

Wir laden herzlich ein zum Vortrag „Männlichkeit in der Krise? Zur Sozialpsychologie von Sexismus, Fremdenhass und Gewaltbereitschaft“ mit Prof. Dr. Rolf Pohl. Der Vortrag wird am 31. Mai (Mittwoch) um 18 Uhr (c.t.) in Raum C9 der Uni Trier stattfinden.

Inhaltsbeschreibung:

„Die von MännerrechtlerInnen mit antifeministischen Schuldzuweisungen erhobenen Klagen über die „Krise der Männlichkeit“ ist ein verschobener, von der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Erosionen ablenkender Diskurs. Die Verbreitung dieses Diskurses in der Politik, in vielen Medien und im Rechtspopulismus weist auf den engen Zusammenhang von Sexismus und Rassismus in der „Mitte“ der deutschen Gesellschaft hin. Vor diesem Hintergrund ist die Aufregung selbsternannter Beschützer deutscher Frauen über die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht in Köln heuchlerisch, solange dieser Zusammenhang beschwichtigt, verharmlost und verleugnet wird. Der projektive Fingerzeig auf junge, gewalttätige und sexuell potente Männer aus angeblich rückständigen und frauenfeindlichen (muslimischen) Kulturen macht die Frauen von Köln zum zweiten Mal zum Opfer.“

Referent:

Prof. Dr. Rolf Pohl ist Soziologe und Sozialpsychologe. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Psychoanalyse und psychoanalytischen Sozialpsychologie, der Männlichkeits- und Geschlechterforschung sowie im Antisemitismus und Nationalsozialismus. Sein 2004 erschienenes Buch „Feindbild Frau. Männliche Sexualität, Gewalt und die Abwehr des Weiblichen“ gehört zu den Standardwerken der Männlichkeits- und Geschlechterforschung. Mehr Infos zu Rolf Pohl: http://www.agpolpsy.de/koordination/prof-dr-rolf-pohl/

Die Veranstaltung wird finanziert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung RLP sowie dem AStA der Universität Trier.

 

„Jenseits des Geschlechterprinzips – Kritische Theorie und Gender“

– in Kooperation mit dem Rosa Salon –

Wir laden herzlich ein zum Vortrag “ ‚Jenseits des Geschlechterprinzips‘ – Kritische Theorie und Gender“ am 3. Juli (Montag) um 18 Uhr (c.t.) in Raum C22 der Uni Trier. Den Vortrag halten wird Dr. Karin Stögner.

Inhaltsbeschreibung:

„Kritische Theorie ist nicht im engeren Sinn feministische Theorie, bietet jedoch eine Reihe von Anknüpfungspunkten. Das Verhältnis des Feminismus zur älteren Kritischen Theorie ist deshalb zumindest ambivalent. Und doch fällt auf, dass in den Programmschriften der älteren Kritischen Theorie den Geschlechterverhältnissen breiter Raum zukommt: Subjektkonstitution, Arbeitsteilung, Verhältnis von Gesellschaft und Natur – solche Konstellationen von Zivilisation werden von Horkheimer und Adorno zumal an den Geschlechterverhältnissen nicht nur exemplifiziert, sondern diese bilden manchmal, unauffällig, das Zentrum, um das die Begriffe kreisen, mit denen sie die Dialektik von Mythos und Aufklärung fassen. Dass in der Gesellschaftskritik der älteren Kritischen Theorie patriarchale Geschlechterverhältnisse an zentraler Stelle berücksichtigt sind, wurde in feministischen Lesarten durchaus rezipiert. Feministische Kritik machte sich aber vor allem an zwei (vermeintlichen) blinden Flecken fest: an der Konzeptualisierung des Subjekts als männlich und einer unhinterfragten Setzung der Geschlechterbinarität. Indem sie die Identifikation von Frau und Natur zentral setzen (und damit das unversöhnte Verhältnis von Gesellschaft und Natur benennen), würden Horkheimer und Adorno den realen Ausschluss von Frauen noch einmal bestätigen.
Vor diesem Hintergrund geht der Vortrag darauf ein, wie in der Theorie Horkheimers und Adornos die Kategorie Geschlecht gefasst ist, welche Bedeutung ihr zukommt und in welchem Verhältnis zu anderen gesellschaftlichen Strukturkategorien sie sich bewegt. Ausgehend von einer Kritik des Ödipuskomplexes als Vorwegnahme einer erst gesellschaftlich errichteten Genderbinarität wird auf die Kritik einer Identitätslogik eingegangen, welcher die Geschlechterverhältnisse zentral sind. Herrschaftskritik als Kritik ungebrochener Naturbeherrschung operiert zentral mit Bildern des Weiblichen als Ort des Nicht-Identischen in der bürgerlichen Gesellschaft. Gelesen als dialektische Bilder geben diese herrschaftlich errichteten Imagines gleichzeitig eine verschüttete promesse de bonheur frei und repräsentieren darin gerade auch eine unterirdische Geschichte der Zivilisation. Derart enthalten die Schriften der älteren Kritischen Theorie eine ganze Reihe von Passagen zur Frauengeschichte – von Kirke zu Juliette – gesehen aus männlicher Perspektive, jedoch so aufbereitet, dass sie die herkömmliche Geschichte unversehens gegen den Strich bürsten.“

Referentin:

Dr. Karin Stögner ist Mitarbeiterin des Wiener Institut für Konfliktforschung (IKF) und forscht zu den Themen Frauen, Antisemitismus, Nationalsozialismus und Holocaust, Geschichtsphilosophie, Kritische Theorie. Mehr Infos: http://www.ikf.ac.at/m_stoegner.htm